KOGNETIK · DRIFT SYSTEM™
KOGNETIK
DRIFT SYSTEM™
► Einordnung: Wiederholung ist nicht neutral.

In jeder Organisation wiederholen sich Entscheidungen.

•Freigaben.
•Ausnahmen.
•Eskalationen.
•Abstimmungen.

Mit jeder Wiederholung verschiebt sich implizit:

•Zuständigkeit
•Eskalationsschwelle
•Verantwortungsgrenze
•Ausnahmelogik

Formulare bleiben gleich. Regeln bleiben dokumentiert. Aber die tatsächliche Struktur verändert sich. Wiederholung verändert Struktur. Wenn diese Veränderung nicht sichtbar gemacht wird, entsteht Drift.

Viele Organisationen sagen:

„Wir halten uns doch an die Prozesse.“
„Die Regel gilt weiterhin.“
„Es wurde nichts geändert.“

Formal stimmt das.

Strukturell nicht.

Regeln verändern sich nicht nur durch Beschluss.
Sie verändern sich durch wiederholte Anwendung.

Wenn Ausnahmen zunehmen,
wenn Eskalationen früher greifen,
wenn Entscheidungen faktisch woanders fallen als dokumentiert –

dann hat sich die Struktur verschoben.

Drift ist keine Regelverletzung.
Drift ist eine „unsichtbare“ Strukturveränderung.

Eskalationen nehmen zu.
Ausnahmen werden zur Regel.
Führung rutscht ins Operative.

Das ist kein Motivationsproblem.
Es ist Architektur.
KOGNETIK
DRIFT-ARCHITEKTUR™
► Einordnung: Formale Bestimmung struktureller Veränderbarkeit
Organisationen scheitern selten an fehlender Aktivität.
Sie scheitern an wiederkehrenden Entscheidungen ohne klare Architektur.

Wenn Zuständigkeiten wandern, Eskalationen zunehmen und Ausnahmen zur Routine werden, entsteht struktureller Drift. Das bleibt lange unsichtbar – bis Verantwortung unklar und Führung operativ gebunden ist.

Das Drift System™ arbeitet in zwei Ebenen:
Zuerst wird geprüft, ob tatsächlich struktureller Drift vorliegt. Erst danach – und nur wenn erforderlich – wird eine klare Entscheidungsarchitektur installiert. Keine Programme. Keine Kulturformate. Nur Struktur unter Wiederholung.
Kognetik DRIFT-ARCHITEKTUR

Strukturelle Klarheit schaffen

Bevor gehandelt wird, wird geprüft:

  • Wiederholen sich bestimmte Entscheidungsfälle?

  • Haben sich Zuständigkeiten faktisch verschoben?

  • Steigen Eskalationen oder Ausnahmen systematisch?

  • Ist die Struktur stabil – oder bereits im Drift?

Ergebnis:

  • Grün – keine strukturelle Intervention erforderlich

  • Gelb – strukturelle Anpassung prüfen

  • Rot – Drift nachweisbar

Keine Workshops.
Keine Programme.
Keine Eingriffe.

Nur eine klare Klassifikation.

Entscheidungsarchitektur installieren

Nur wenn Drift oder Überlast vorliegt.

In 8 Wochen wird:

  • die wiederkehrende Entscheidungslogik explizit gemacht

  • Zuständigkeit und Eskalation formal definiert

  • Ausnahmen begrenzt

  • Drift messbar gemacht

  • jede Strukturänderung versioniert

Ergebnis:
Eine auditfähige Entscheidungsarchitektur Version 1.0.

Mit jährlicher Integritätsprüfung.

Entscheidungsdrift
ist kein Führungsproblem.
Sie ist Architektur.
Die Grundlagen

Wir installieren eine explizite Entscheidungsarchitektur.

In 8 Wochen.

Versioniert.
Reviewbar.
Auditfähig.
Driftüberwacht.

Keine Workshops.
Keine Kulturprogramme.
Keine Prozessoptimierung.
Keine Motivationsformate.

Ein System.

1. Recurrence Register
Wiederkehrende Entscheidungstypen werden explizit erfasst.

2. Klare Instanz- und Eskalationslogik
Jede Entscheidung erhält eine definierte Primärinstanz
und eine formale Eskalationsbedingung.

3. Ausnahme mit Enddatum
Keine Ausnahme ohne Rückführung.

4. Drift-Monitor
Eskalationsquote, Ausnahmequote und Entscheidungsdauer
werden messbar.

5. Versionierungssystem
Jede strukturelle Mutation wird dokumentiert.

Wir bewerten keine Inhalte.
Wir klären ausschließlich Struktur.

Phase 1 – Architekturdeklaration
Erfassung der zentralen wiederkehrenden Entscheidungen.

Phase 2 – Topologie-Konfiguration
Formale Zuweisung von Zuständigkeiten und Eskalationsbedingungen.

Phase 3 – Ausnahme-Stabilisierung
Begrenzung informeller Sonderlogiken.

Phase 4 – Drift-Aktivierung
Baseline, Parameter-Set, Review-Zyklus.

Dauer: 8 Wochen.
Ergebnis: Entscheidungsarchitektur Version 1.0.

Einmal jährlich erfolgt eine formale Prüfung:

• Konsistenz der Entscheidungszuweisung
• Entwicklung der Drift-Kennzahlen
• Dokumentierte Strukturmutationen
• Governance-Last (Meta-Drift)

Ergebnis:

Grün – Struktur kohärent
Gelb – strukturelle Anpassung erforderlich
Rot – Integritätsprüfung nicht bestanden

Keine inhaltliche Bewertung.
Nur strukturelle Prüfung.

Geeignet für Organisationen mit:

• 100+ Mitarbeitenden
• mehreren Hierarchieebenen
• steigender Eskalationsdynamik
• wachsender Entscheidungsbelastung
• Governance- oder ISO-Umfeld

Nicht geeignet für rein informelle Strukturen
oder Organisationen ohne wiederkehrende Entscheidungslogik.

Installation: ab 40.000 €
Jährliche Lizenz + Audit: ab 25.000 €

Die Nutzung der Entscheidungsarchitektur ist lizenzpflichtig.

KOGNETIK basiert auf der formalen Ableitung:

Ψ = ∂S/∂R

Wiederholung (R) verändert Struktur (S).
Drift entsteht, wenn diese Veränderung unklar bleibt.

→ Zur formalen Herleitung

KOGNETIK · DRIFT SYSTEM™
Formale Bestimmung struktureller Veränderbarkeit
Das KOGNETIK™ Framework verspricht keinen Wandel.
Es verspricht Zulässigkeit.

Es zeigt Organisationen nicht,
wie sie sich verändern sollen,
sondern ob sie es dürfen.

Unter hoher Komplexität ist das der entscheidende Hebel.
KOGNETIK
STRUCTURE SYSTEM™
► Einordnung: Strukturelle Steuerungsebene
Die folgenden Layer ergänzen das Drift System™ um einen klar strukturierten Umsetzungsrahmen. Sie zeigen, wie identifizierter struktureller Drift geprüft, gezielt korrigiert und dauerhaft in die Governance eingebunden werden kann.

Die Nutzung ist optional. Die Gate-Prüfung bleibt Voraussetzung.

Zulässigkeit vor Eingriff

Prüft, ob überhaupt ein strukturelles Problem vorliegt.

Ohne klar deklarierte Wiederholung (R), bestimmbare Regelstruktur (S) und trennbare Zustände (RSSA) ist keine Intervention zulässig.

Inhalt:

  • R Declaration – Wiederkehrende Entscheidungssituation explizit benennen

  • S Determination – Regel-/Constraint-Objekt eindeutig bestimmen

  • RSSA Check – Trennbarkeit von Regel (S) und Zustand (Z) sicherstellen

  • Drift-Indikation (Ψ-Regime) – Klassifikation:

    • Ψ = 0

    • Ψ ≠ 0

    • Ψ = undefined

Zweck:
Feststellen, ob strukturelle Intervention überhaupt zulässig ist.

Konsequenz:

  • Ψ = 0 → Keine strukturelle Mutation erlaubt

  • Ψ ≠ 0 → Downstream freigegeben

  • Ψ = undefined → Intervention ausgesetzt

Ohne Gate kein Downstream.

Struktur sichtbar machen

Wiederkehrende Entscheidungen werden formal definiert.

Delegation, Eskalation und Ausnahme-Logik werden explizit und messbar gemacht.

Inhalt:

• Recurrence Unit Definition (RU)
• Ontologische Einordnung (Kognem vs. RU)
• RU-Operationalisierungsstandard
• Decision Topology Snapshot
• Baseline-Metriken
• Exit-Pun

Zweck:
Struktur explizit machen.
Noch keine Mutation.

Regel gezielt anpassen

Nur bei nachgewiesenem Drift.

Eine klar definierte Regel wird minimal verändert – sequenziert, dokumentiert, reversibel.

Inhalt:

• Aktivierungslogik (Ψ ≠ 0)
• Single Core Mutation Rule
• Structural Distance (SD-1/2/3)
• Mutation Sequencing Plan
• Exit-Punkt

Zweck:
Gezielte, atomare Regelmutation.
Maximal eine Kernmutation pro RU gleichzeitig.

Überlast verhindern

Überwacht Eskalationsdichte, Ausnahmequote und Mutationskonkurrenz.

Stoppt Eingriffe, wenn Struktur unter Druck instabil wird.

Inhalt:

• ED / AQ / MC / LI / DT
• Load-Klassen (L-A / L-B / L-C)
• Stop-Regel bei Überlast
• Exit-Punkt

Zweck:
Mutation pausieren, wenn Struktur überlastet ist.

Struktur institutionalisieren

Regeländerungen werden versioniert, auditierbar und board-fähig gemacht.

Strukturelle Disziplin wird dauerhaft verankert.

Inhalt:

• Structural Decision Record (SDR)
• Drift Ledger
• Recurrence Portfolio View
• Politische Einbettung
• Auditfähigkeit

Zweck:
Strukturmutation dauerhaft governance-fähig machen.

Klassifikationsinstanzen
© 2026 Kognetik · Institut für Kognetik

KOGNETIK® ist kein Beratungsframework.
Jede Nutzung zur Entscheidungs- oder
Governance-Klassifikation erfordert eine Lizenz.
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