In jeder Organisation wiederholen sich Entscheidungen.
•Freigaben.
•Ausnahmen.
•Eskalationen.
•Abstimmungen.
Mit jeder Wiederholung verschiebt sich implizit:
•Zuständigkeit
•Eskalationsschwelle
•Verantwortungsgrenze
•Ausnahmelogik
Formulare bleiben gleich. Regeln bleiben dokumentiert. Aber die tatsächliche Struktur verändert sich. Wiederholung verändert Struktur. Wenn diese Veränderung nicht sichtbar gemacht wird, entsteht Drift.
Warum das oft unbemerkt bleibt
Viele Organisationen sagen:
„Wir halten uns doch an die Prozesse.“
„Die Regel gilt weiterhin.“
„Es wurde nichts geändert.“
Formal stimmt das.
Strukturell nicht.
Regeln verändern sich nicht nur durch Beschluss.
Sie verändern sich durch wiederholte Anwendung.
Wenn Ausnahmen zunehmen,
wenn Eskalationen früher greifen,
wenn Entscheidungen faktisch woanders fallen als dokumentiert –
dann hat sich die Struktur verschoben.
Drift ist keine Regelverletzung.
Drift ist eine „unsichtbare“ Strukturveränderung.
Ausnahmen werden zur Regel.
Führung rutscht ins Operative.
Das ist kein Motivationsproblem.
Es ist Architektur.
Sie scheitern an wiederkehrenden Entscheidungen ohne klare Architektur.
Wenn Zuständigkeiten wandern, Eskalationen zunehmen und Ausnahmen zur Routine werden, entsteht struktureller Drift. Das bleibt lange unsichtbar – bis Verantwortung unklar und Führung operativ gebunden ist.
Das Drift System™ arbeitet in zwei Ebenen:
Zuerst wird geprüft, ob tatsächlich struktureller Drift vorliegt. Erst danach – und nur wenn erforderlich – wird eine klare Entscheidungsarchitektur installiert. Keine Programme. Keine Kulturformate. Nur Struktur unter Wiederholung.
Ebene 1 – Drift Mirror™
Strukturelle Klarheit schaffen
Bevor gehandelt wird, wird geprüft:
Wiederholen sich bestimmte Entscheidungsfälle?
Haben sich Zuständigkeiten faktisch verschoben?
Steigen Eskalationen oder Ausnahmen systematisch?
Ist die Struktur stabil – oder bereits im Drift?
Ergebnis:
Grün – keine strukturelle Intervention erforderlich
Gelb – strukturelle Anpassung prüfen
Rot – Drift nachweisbar
Keine Workshops.
Keine Programme.
Keine Eingriffe.
Nur eine klare Klassifikation.
Ebene 2 – Drift System™
Entscheidungsarchitektur installieren
Nur wenn Drift oder Überlast vorliegt.
In 8 Wochen wird:
die wiederkehrende Entscheidungslogik explizit gemacht
Zuständigkeit und Eskalation formal definiert
Ausnahmen begrenzt
Drift messbar gemacht
jede Strukturänderung versioniert
Ergebnis:
Eine auditfähige Entscheidungsarchitektur Version 1.0.
Mit jährlicher Integritätsprüfung.
ist kein Führungsproblem.
Sie ist Architektur.
Was konkret entsteht
Wir installieren eine explizite Entscheidungsarchitektur.
In 8 Wochen.
Versioniert.
Reviewbar.
Auditfähig.
Driftüberwacht.
Keine Workshops.
Keine Kulturprogramme.
Keine Prozessoptimierung.
Keine Motivationsformate.
Ein System.
1. Recurrence Register
Wiederkehrende Entscheidungstypen werden explizit erfasst.
2. Klare Instanz- und Eskalationslogik
Jede Entscheidung erhält eine definierte Primärinstanz
und eine formale Eskalationsbedingung.
3. Ausnahme mit Enddatum
Keine Ausnahme ohne Rückführung.
4. Drift-Monitor
Eskalationsquote, Ausnahmequote und Entscheidungsdauer
werden messbar.
5. Versionierungssystem
Jede strukturelle Mutation wird dokumentiert.
Wir bewerten keine Inhalte.
Wir klären ausschließlich Struktur.
Ablauf der Installation
Phase 1 – Architekturdeklaration
Erfassung der zentralen wiederkehrenden Entscheidungen.
Phase 2 – Topologie-Konfiguration
Formale Zuweisung von Zuständigkeiten und Eskalationsbedingungen.
Phase 3 – Ausnahme-Stabilisierung
Begrenzung informeller Sonderlogiken.
Phase 4 – Drift-Aktivierung
Baseline, Parameter-Set, Review-Zyklus.
Dauer: 8 Wochen.
Ergebnis: Entscheidungsarchitektur Version 1.0.
Jährliche strukturelle Integritätsprüfung
Einmal jährlich erfolgt eine formale Prüfung:
• Konsistenz der Entscheidungszuweisung
• Entwicklung der Drift-Kennzahlen
• Dokumentierte Strukturmutationen
• Governance-Last (Meta-Drift)
Ergebnis:
Grün – Struktur kohärent
Gelb – strukturelle Anpassung erforderlich
Rot – Integritätsprüfung nicht bestanden
Keine inhaltliche Bewertung.
Nur strukturelle Prüfung.
Für wen das relevant ist
Geeignet für Organisationen mit:
• 100+ Mitarbeitenden
• mehreren Hierarchieebenen
• steigender Eskalationsdynamik
• wachsender Entscheidungsbelastung
• Governance- oder ISO-Umfeld
Nicht geeignet für rein informelle Strukturen
oder Organisationen ohne wiederkehrende Entscheidungslogik.
Investition
Installation: ab 40.000 €
Jährliche Lizenz + Audit: ab 25.000 €
Die Nutzung der Entscheidungsarchitektur ist lizenzpflichtig.
Theoretische Grundlage
KOGNETIK basiert auf der formalen Ableitung:
Ψ = ∂S/∂R
Wiederholung (R) verändert Struktur (S).
Drift entsteht, wenn diese Veränderung unklar bleibt.
Es verspricht Zulässigkeit.
Es zeigt Organisationen nicht,
wie sie sich verändern sollen,
sondern ob sie es dürfen.
Unter hoher Komplexität ist das der entscheidende Hebel.
Die Nutzung ist optional. Die Gate-Prüfung bleibt Voraussetzung.
Layer 0 – Admissibility Gate (Drift Mirror™)
Zulässigkeit vor Eingriff
Prüft, ob überhaupt ein strukturelles Problem vorliegt.
Ohne klar deklarierte Wiederholung (R), bestimmbare Regelstruktur (S) und trennbare Zustände (RSSA) ist keine Intervention zulässig.
Inhalt:
R Declaration – Wiederkehrende Entscheidungssituation explizit benennen
S Determination – Regel-/Constraint-Objekt eindeutig bestimmen
RSSA Check – Trennbarkeit von Regel (S) und Zustand (Z) sicherstellen
Drift-Indikation (Ψ-Regime) – Klassifikation:
Ψ = 0
Ψ ≠ 0
Ψ = undefined
Zweck:
Feststellen, ob strukturelle Intervention überhaupt zulässig ist.
Konsequenz:
Ψ = 0 → Keine strukturelle Mutation erlaubt
Ψ ≠ 0 → Downstream freigegeben
Ψ = undefined → Intervention ausgesetzt
Ohne Gate kein Downstream.
Layer 1 – Structural Declaration (DRIFT SYSTEM™)
Struktur sichtbar machen
Wiederkehrende Entscheidungen werden formal definiert.
Delegation, Eskalation und Ausnahme-Logik werden explizit und messbar gemacht.
Inhalt:
• Recurrence Unit Definition (RU)
• Ontologische Einordnung (Kognem vs. RU)
• RU-Operationalisierungsstandard
• Decision Topology Snapshot
• Baseline-Metriken
• Exit-Pun
Zweck:
Struktur explizit machen.
Noch keine Mutation.
Layer 2 – Controlled Mutation
Regel gezielt anpassen
Nur bei nachgewiesenem Drift.
Eine klar definierte Regel wird minimal verändert – sequenziert, dokumentiert, reversibel.
Inhalt:
• Aktivierungslogik (Ψ ≠ 0)
• Single Core Mutation Rule
• Structural Distance (SD-1/2/3)
• Mutation Sequencing Plan
• Exit-Punkt
Zweck:
Gezielte, atomare Regelmutation.
Maximal eine Kernmutation pro RU gleichzeitig.
Layer 3 – Stability & Load Control
Überlast verhindern
Überwacht Eskalationsdichte, Ausnahmequote und Mutationskonkurrenz.
Stoppt Eingriffe, wenn Struktur unter Druck instabil wird.
Inhalt:
• ED / AQ / MC / LI / DT
• Load-Klassen (L-A / L-B / L-C)
• Stop-Regel bei Überlast
• Exit-Punkt
Zweck:
Mutation pausieren, wenn Struktur überlastet ist.
Layer 4 – Governance Integration
Struktur institutionalisieren
Regeländerungen werden versioniert, auditierbar und board-fähig gemacht.
Strukturelle Disziplin wird dauerhaft verankert.
Inhalt:
• Structural Decision Record (SDR)
• Drift Ledger
• Recurrence Portfolio View
• Politische Einbettung
• Auditfähigkeit
Zweck:
Strukturmutation dauerhaft governance-fähig machen.

