KOGNETIK® · Ψ-KLASSIFIKATION
Kognetik® Drift Spiegel
Warum fast alle
Change-Modelle scheitern –
und warum das kein Zufall ist
► Einordnung

Der Drift-Spiegel ist eine formale Klassifikationssammlung.
Er untersucht 25 der am häufigsten eingesetzten Change-Modelle, Methoden und Frameworks in Unternehmen – nicht danach, ob sie „gut“ oder „schlecht“ sind, sondern danach, was sie strukturell leisten dürfen.
Alle Instanzen werden unter einer einzigen Annahme geprüft:

Struktureller Wandel ist nur dort möglich,
wo Regelstruktur unter Wiederholung mutieren kann.
Formal ausgedrückt:

Ψ = ∂S / ∂R

Wo diese Ableitung nicht möglich ist,
ist keine Aussage über Wandel zulässig.

Diese Übersicht dient drei Zwecken:

  1. Orientierung
    Sie zeigt, warum sich Organisationen bewegen, ohne sich zu verändern.

  2. Trennung
    Sie trennt Zustandsarbeit (Messung, Planung, Verhalten, Kultur)
    von Struktureingriffen (Regelmutation).

  3. Begrenzung
    Sie verhindert falsche Erwartungen an Change-Initiativen,
    bevor Zeit, Geld und Glaubwürdigkeit verloren gehen.

Diese Seite verspricht keine Lösung.
Sie stellt eine Grenze her.

Klassifiziert werden:

  • reale, verbreitete Change-Instanzen

  • aktiv genutzte Modelle in Konzernen, Mittelstand, Beratung

  • Frameworks mit strategischem Anspruch

Nicht klassifiziert werden:

  • Einzelfälle

  • individuelle Führungssituationen

  • Kulturdebatten ohne Strukturbezug

  • Motivation, Sinn, Haltung als Selbstzweck

Der Drift-Spiegel ist keine Kritik an Menschen.
Er ist eine Analyse von Systemen.

Alle 25 Instanzen sind in funktionale Ebenen gegliedert.
Diese Ebenen bilden typische Eskalationspfade in Organisationen ab.

Ebene 1 – Messung & Sichtbarkeit

„Wir sehen etwas – also steuern wir.“

→ Hier entstehen Steuerungsillusionen
→ Regime: G₄


Ebene 2 – Planung & Analyse

„Wir haben es durchdacht – also wirkt es.“

→ Hier entsteht Aktivität ohne Zugriff
→ Regime: G₃


Ebene 3 – Methoden & Frameworks

„Wir nutzen bewährte Modelle – also verändern wir uns.“

→ Hier entstehen Legitimationsschleifen
→ Regime: G₂


Ebene 4 – Verhalten, Kultur, Ziele

„Menschen müssen sich ändern – dann folgt das System.“

→ Hier entsteht Null-Regime-Blindheit
→ Regime: G₁ / G₅


Ebene 5 – Autorität & Führung

„Wenn Führung sich ändert, ändert sich alles.“

→ Hier kollidiert Person mit Regel
→ Regime: G₅


Ebene 6 – Meta-Frameworks

„Jetzt verändern wir alles.“

→ Hier verdichtet sich Drift auf Systemebene

Messung & Sichtbarkeit

  1. Change Readiness Surveys sind keine Diagnose

  2. Change Dashboards sind keine Steuerung

  3. Change Heatmaps sind keine Steuerung

  4. Prosci Change Scorecards sind keine Steuerung

Planung & Analyse

  1. Change Impact Analysis beschreibt Folgen

  2. Stakeholder Impact Analysis bewertet Betroffenheit

  3. Change Roadmaps sequenzieren Vorhaben

  4. Target Operating Models beschreiben Organisationen

  5. Organizational Change Management koordiniert Interventionen

  6. Transformation Offices bündeln Aktivität

Methoden & Frameworks

  1. Das McKinsey 7S Framework beschreibt Konsistenz

  2. Kotter’s 8-Step Model strukturiert Prozesslogik

  3. SAFe Change skaliert Koordination

  4. Agile Change Management operationalisiert Anpassung

  5. Lean Change Management priorisiert Feedback

Verhalten, Kultur, Ziele

  1. OKRs erzeugen Richtung

  2. Behavioral Change Programs adressieren Verhalten

  3. Training-based Change Enablement vermittelt Fähigkeiten

  4. Communication Cascades verteilen Bedeutung

  5. Culture Change Programs operieren auf Bedeutung

Autorität & Führung

  1. Change Champion Networks verstärken Akzeptanz

  2. Leadership-Programme adressieren Personen

Meta-Ebene

  1. Digitale Transformationsframeworks strukturieren Mittel

  2. ADKAR® beschreibt individuelle Übergänge

  3. Kotter ordnet Veränderung sequentiell

Sie funktionieren.
Sie erzeugen Bewegung.
Sie erzeugen Aktivität.
Sie erzeugen Beteiligung.

Was sie nicht garantieren:

  • Regelmutation

  • strukturelle Entscheidungsfreiheit

  • nachhaltigen Wandel

Das ist kein Vorwurf.
Das ist eine Klassifikation.

Organisationen scheitern selten an fehlender Motivation.
Sie scheitern an falscher Zuschreibung von Wirksamkeit.

Der Drift-Spiegel zeigt:

Wiederholung ist kein Fehler.
Wiederholung ist das System.

Solange Regelstruktur nicht explizit adressiert wird,
bleibt strukturell:

Ψ = 0

Der Drift-Spiegel ist Teil der
KOGNETIK® · Ψ-Klassifikation.

Er ist:

  • formal konsistent

  • autologisch geschlossen

  • nicht als Methode kopierbar

Eine Nutzung als Prüf-, Audit- oder Entscheidungsinstrument
erfordert Lizenzierung.

KOGNETIK® · Ψ-KLASSIFIKATION
Formale Bestimmung struktureller Veränderbarkeit
Klassifikationsindex · Drift-Spiegel (Ψ)

Diese Liste ist kein Inhaltsverzeichnis. Sie ist ein formales Prüfprotokoll. Sie zeigt in komprimierter Form:

01 die Prüflogik
02 die Prüfkriterien
03 das Ergebnis (Ψ-Status)
04 die Regime-Zuordnung
05 die Konsequenz: Diskussion zulässig oder beendet

Diese Seite existiert, um Diskurse zu beenden,
nicht um sie zu eröffnen.
Klassifikationsinstanzen
→ Die KOGNETIK™ Lizenz
KOGNETIK™ ist keine Methode.
Es ist eine Eingriffsdisziplin.

Das KOGNETIK™ Framework ist ein lizenzierter Ordnungs- und Prüfstandard.

Die Lizenz ermöglicht:

• Nutzung der vollständigen Entscheidungslogik,
• Durchführung formaler Prüfungen,
• Dokumentation von Ψ-Entscheidungen,
• Governance- und Haftungsklarheit,
• interne Anwendung ohne externe Abhängigkeit.

Lizenzierung bedeutet nicht Softwareerwerb.
Sie bedeutet strukturelle Entscheidungsfähigkeit.

KOGNETIK® · Ψ-KLASSIFIKATION
Formale Bestimmung struktureller Veränderbarkeit
Das KOGNETIK™ Framework verspricht keinen Wandel.
Es verspricht Zulässigkeit.

Es zeigt Organisationen nicht,
wie sie sich verändern sollen,
sondern ob sie es dürfen.

Unter hoher Komplexität ist das der entscheidende Hebel.
→ Struktur
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KOGNETIK® ist kein Beratungsframework.
Jede Nutzung zur Entscheidungs- oder
Governance-Klassifikation erfordert eine Lizenz.
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