Das McKinsey 7S Framework beschreibt Konsistenz.

Es ist Kohärenzbeschreibung ohne Regelzugriff.


Status-Deklaration

Status:
Dieser Text setzt keine Lösung voraus.
Er klassifiziert ein global etabliertes Organisationsmodell (McKinsey 7S Framework)
unter der Annahme, dass strukturelle Mutation nur unter formalem Zugriff auf Regelstruktur möglich ist.

Wo ein solcher Zugriff nicht explizit identifizierbar ist,
ist keine Aussage über strukturellen Wandel zulässig.

Dieser Text enthält keine Empfehlung,
keine Bewertung analytischer Tiefe,
keine Aussage über strategische Qualität.

Er prüft Zulässigkeit.


Klassifikationsobjekt

Objekt: McKinsey 7S Framework
Typ: Organisations- und Kohärenzmodell
Einsatzkontext: Strategiearbeit, Reorganisation, Transformation
Analyseebene: Struktur vs. Zustand (RSSA angewendet)


Warum Ausrichtung keine Regelmutation erzeugt

Das 7S Framework beschreibt Organisationen
über sieben miteinander verbundene Elemente:

  • Strategy
  • Structure
  • Systems
  • Shared Values
  • Skills
  • Style
  • Staff

Die zugrunde liegende Annahme lautet:
Wenn diese Elemente kohärent ausgerichtet sind,
funktioniert die Organisation besser.

Diese Annahme ist diagnostisch plausibel.
Sie ist jedoch strukturell unbestimmt.

Denn Ausrichtung beschreibt Beziehungen zwischen Zuständen,
nicht Zugriff auf die Regeln,
die diese Zustände erzeugen und stabilisieren.


Strukturprüfung

Ein System gilt im 7S-Framework als „stimmig“, wenn:

  • die sieben Elemente konsistent erscheinen
  • Widersprüche identifiziert und adressiert werden
  • Anpassungen über mehrere Dimensionen erfolgen

Das Modell beantwortet:

  • Was passt zusammen?
  • Wo bestehen Inkohärenzen?

Es beantwortet nicht:

  • welche Regel diese Inkohärenzen erzeugt
  • ob diese Regel verändert werden darf
  • wer formale Regelautorität besitzt
  • wie Wiederholung strukturell wirkt

Kohärenz ersetzt keinen Regelzugriff.
Analyse ersetzt keine Autorisierung.


Wiederholung sichtbar machen

Typisches Muster:

Eine Organisation analysiert sich mit dem 7S-Modell.
Inkohärenzen werden identifiziert.
Maßnahmen werden abgeleitet.

Einige Elemente werden angepasst.
Die Organisation wirkt stimmiger.

Ein Jahr später:

Neue Spannungen entstehen.
Eine neue 7S-Analyse wird durchgeführt.
Die zugrunde liegenden Entscheidungs- und Machtregeln bleiben identisch.

Die Analyse wiederholt sich.
Die Struktur bleibt stabil.

Das ist kein Mangel des Modells.
Das ist rekursive Kohärenzdiagnose unter stabiler Regelstruktur.


Klassifikation

Solange ein Modell:

  • Zusammenhänge beschreibt
  • Inkohärenzen sichtbar macht
  • Anpassungsfelder identifiziert

ohne explizit zu bestimmen,

  • welche Regel betroffen ist
  • wie Regelmutation erfolgt
  • wie Wiederholung strukturell geprüft wird

bleibt es diagnostisch,
nicht strukturell wirksam.

Kohärenz ist kein Regeloperator.


Formale Einordnung (KOGNETISCH)

Struktureller Wandel ist definiert als:

Ψ = ∂S / ∂R

Für das McKinsey 7S Framework gilt:

  • Wiederholung: vorhanden
  • Zustandsänderung: kohärenzbezogen
  • Regelmutation: nicht identifizierbar

Daraus folgt formal:

  • Ψ undefiniert
  • keine Aussage über strukturellen Wandel zulässig

Regime-Zuordnung

Regime: G₃ – Driftbehauptung ohne definierte Rekurrenz

Begründung:
Kohärenzanalysen werden implizit
als strukturelle Eingriffe interpretiert,
ohne Wiederholung auf Regelwirkung zu prüfen.


Schluss

Das McKinsey 7S Framework zeigt,
wie Organisationen beschrieben werden können.

Nicht,
ob sie sich strukturell verändern dürfen.

Das ist keine Kritik an seiner Verbreitung.
Es ist eine Grenzbestimmung.

Solange Regelzugriff nicht explizit adressiert ist,
bleibt strukturell:

Ψ undefiniert

Keine Aussage zulässig.


Index-Metadaten

  • Index: Drift-Spiegel · Klassifikationsinstanz
  • Objekt: McKinsey 7S Framework
  • Ψ-Status: Ψ undefiniert
  • Regime: G₃
  • Version: v1.0
  • Datum: 2026-02-09
  • Lizenz: KOGNETIK® · Ψ-Klassifikation